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…auf kafkas-prag.de!

Wohl kaum ein Name ist dermaßen stark mit Prag verknüpft wie der des Versicherungsbeamten, Juristen und Erfinders von Georg Bendemann, Gregor Sama und Josef K. – Franz Kafka. Noch heute lassen sich in der historischen Prag Altstadt viele Erinnerungen an den Schriftsteller finden, der hier gut 40 Jahre lang gelebt, gearbeitet und (lesbare) Spuren hinterlassen hat.

Auf meinen Studienreisen können Sie mit literaturwissenschaftlicher Führung durch Frederick Köllner die Spaziergänge des Dichters durch seine Heimatstadt selbst nachvollziehen und so die die Umwelt des Schriftstellers aus erster Hand kennen- und begreifenlernen.

Alle Interessierten, die sich schon immer tiefergehender mit Franz Kafkas Leben und Werk beschäftigen wollen, sind herzlich willkommen! Die Studienreisen sind auch für Einsteiger geeignet und verbinden Literatur mit Freizeit.

Die nächste Studienfahrt ist geplant vom 24. März bis 28. März 2013.

Auf dieser Webseite können Sie sich über alle zukünftigen und vergangenen Studienreisen von und mit Frederick Köllner informieren. Sie finden hier Fotogalerien der bisherigen Fahrten, Texte zu meinen Literaturseminaren und Material für zukünftige Reisen.

Kafka in Hannover

23 (September 1912)
Diese Geschichte “das Urteil” habe ich in der Nacht vom 22 zum 23 von 10 Uhr abends bis 6 Uhr früh in einem Zug geschrieben. Die vom Sitzen steif gewordenen Beine konnte ich kaum unter dem Schreibtisch hervorziehn. Die fürchterliche Anstrengung und Freude, wie sich die Geschichte vor mir entwickelte wie ich in einem Gewässer vorwärtskam. Mehrmals in dieser Nacht trug ich mein Gewicht auf dem Rücken. Wie alles gewagt werden kann, wie für alle, für die fremdesten Einfälle ein großes Feuer bereitet ist, in dem sie vergehn und auferstehn. Wie es vor dem Fenster blau wurde. Ein Wagen fuhr. Zwei Männer über die Brücke giengen. Um 2 Uhr schaute ich zum letztenmal auf die Uhr. Wie das Dienstmädchen zum ersten Mal durchs Vorzimmer gieng, schrieb ich den letzten Satz nieder. Auslöschen der Lampe und Tageshelle. Die leichten Herzschmerzen. Die in der Mitte der Nacht vergehende Müdigkeit. Das zitternde Eintreten ins Zimmer der Schwestern. Vorlesung. [...]

So klopft sich Kafka auf die Schulter, nachdem er vor genau 100 Jahren in der Nacht vom 22. auf den 23. September 1912 seinen großen Durchbruch – Das Urteil – “in einem Zug” aus sich herausgeschrieben hat. Diese historische Nacht markiert gleichzeitig den Beginn einer äußerst produktiven Schafffensphase, bei der Kafka in kurzen Abständen u.a. den Verschollenen und Die Verwandlung zu Papier bringt.

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